Bayerns Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann bei der Preisverleihung des Ehrenamtspreises der Versicherungskammer-Stiftung Bezirk Mittelfranken an das BRK Erlangen und die Caritas Neustadt/Aisch

04.08.2021

Bayerns Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann hat als Schirmherr des Ehrenamtspreises 2021 der Versicherungskammer Stiftung für den Bezirk Mittelfranken bei der Preisverleihung zwei Projekte gewürdigt, die durch das erfolgreiche Zusammenwirken von Ehrenamt und Kommune die Lebensqualität und -situation vor Ort stärken und verbessern. In seiner Laudatio lobte Herrmann die Initiative „Gebärdensprachliche Notfallunterstützung“ als außerordentlich wichtiges Projekt, weil es gesellschaftlichen Zusammenhalt schaffe und soziales Miteinander fördere. Auch der Preisträger in der Kategorie „Wir starten digital durch“ – das Projekt „5x digital voran im Landkreis Neustadt a.a.Aisch – leistet nach den Worten des Ministers „einen wichtigen Beitrag für lebens- und liebenswerte Städte und Gemeinden, für herausragende Lebensqualität und ein solidarisches Miteinander“.

In der Kategorie „Wir gestalten vor Ort“ hat sich die „Gebärdensprachliche Notfallunterstützung“ hervorgetan. Sie schafft Abhilfe, wenn zum Beispiel kein Gebärdensprachendolmetscher verfügbar ist. Herrmann: „In Notfallsituationen mit Gehörlosen braucht es aber eine reibungslose und schnelle Kommunikation. Diese sicherzustellen, ist das Ziel der Gebärdensprachlichen Notfallunterstützung.“ Deshalb haben das Bayerische Rote Kreuz Erlangen-Höchstadt, die Feuerwehr Erlangen und die Initiative „Kommune Inklusiv“ auf Initiative des Polizeibeamten Kai Bartholomayczik dieses Projekt gemeinsam auf den Weg gebracht. Seither werden Menschen mit Hörbehinderung, Gehörlose und deren Angehörige in Notfällen unterstützt und so eine gesellschaftliche Teilhabe ohne Barrieren ermöglicht.

Herrmann dankte auch den Initiatoren des Projekts „5 x digital voran im Landkreis Neustadt a. d. Aisch“ vom Freiwilligenzentrum „mach mit!“ des Caritasverbandes Scheinfeld im Landkreis Neustadt a. d. Aisch, die seit  Jahren mit einem vielfältigen Projektangebot generationenübergreifende Begegnungsräume und -aktivitäten für alle Altersgruppen schaffen. Dazu wurden gerade in der Corona-Pandemie neue Wege beschritten. Herrmann: „So wurde unter anderem die offene Handysprechstunde „online“ durchgeführt und gegen Einsamkeit einfach eine digitale Brieftaube auf die Reise geschickt.“ Auch das Bewerbungstraining sowie die berufsorientierten Maßnahmen für Jugendliche und Migrantinnen und Migranten wurden digitalisiert. Und damit es weiterhin „digital voran“, geht, akquirieren die Ehrenamtlichen über Social Media weitere Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen. Außerdem öffnen sie mit Onlineschulungen zur „Digital-Hilfe“ auch unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Tür in das digitale Zeitalter.

Herrmann bedankte sich bei den Preisträgern für das großartige Engagement: „Sie bringen sich in ihrer Kommune tatkräftig ein und packen für das Gemeinwohl beherzt mit an. Projekte wie die heute ausgezeichneten werden erst durch großen Einfallsreichtum und ehrenamtliches Engagement vor Ort zum Leben erweckt. Über die bloße Idee hinaus braucht es nämlich viel Zeit, Überzeugung und Durchhaltever-mögen. Das ist die Quintessenz unserer aktiven Bürgergesellschaft!"