Bayerns Innenminister Joachim Herrmann beim Festgottesdienst zur Präsentation des zweiten Bandes der "Fränggischen Bibl" Ausdruck gelebter Heimatverbundenheit - Übersetzung macht Wort Gottes für die Menschen greifbar und verständlich
18.10.2026, 10:18 Uhr
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat anlässlich des Festgottesdienstes zur Präsentation des zweiten Bandes der „Fränggischen Bibl – Der Psalder“ in Fürth die Bedeutung des Projekts gewürdigt: „Die Heilige Schrift im vertrauten Dialekt zu lesen, ist keine Kuriosität, sondern Ausdruck gelebter Heimatverbundenheit. Sie steht in der Tradition des reformatorischen Anliegens Martin Luthers, das Wort Gottes für alle verständlich und greifbar zu machen.“ Mit Blick auf die Bedeutung des christlichen Glaubens für die Gesellschaft betonte Herrmann, dass dieser ein wesentliches Fundament der Demokratie sei. Es sei deshalb wichtig, dass Christinnen und Christen gerade in der heutigen Zeit, in der viele Menschen orientierungslos und unsicher seien, als Vorbilder vorangehen und sich mit klar vernehmbarer Stimme einbringen.
Als Impuls für die Lektüre des zweiten Bandes der „Fränggischen Bibl“ lege der Minister allen ans Herz, in den Familien, Schulen oder Gemeinden miteinander Psalm 23 zu lesen. „Es gibt kaum tröstlichere Worte als die Versicherung, dass der Herr unser Hirte ist und er es uns an nichts fehlen lassen wird.“ Herrmann wünschte dem fränkischen Psalter ebenso viel Erfolg wie dem im Oktober 2024 erschienenen „Neuen Tesdamend“, dem ersten Band der „Fränggischen Bibl“. Das Buch verkaufte sich bereits rund 10.000 Mal und erhielt im Juli 2025 den Dialekt-Sonderpreis sowie im Oktober 2026 den Initiativpreis Deutsche Sprache.