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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zieht Bilanz zu den Demonstrationen am 31. Oktober: Protestgeschehen in Bayern weitgehend friedlich - Bayerische Polizei unterbindet mit kluger und vorausschauender Einsatztaktik gewaltsame Ausschreitungen

01.11.2026, 16:23 Uhr

Die Demonstrationen der Initiative "Gen Z regelt", die für den 31. Oktober bundesweit zu Demonstrationen aufgerufen hatte, sind in Bayern weitgehend friedlich verlaufen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann:   "Die Bayerische Polizei hat mit ihrer klugen und vorausschauenden Einsatztaktik Ansätze von gewaltsamen Ausschreitungen wie auf dem Nürnberger Kornmarkt schnell unterbunden. Sie hat die Balance, auf der einen Seite das grundgesetzlich garantierte Recht auf Versammlungsfreiheit zu schützen, und auf der anderen Seite die Eskalation von Gewalt konsequent zu verhindern, hervorragend hinbekommen. Ich bedanke mich bei allen friedlichen Demonstranten. Ich danke besonders aber auch den vielen tausend Polizisten, die gestern im Einsatz waren. Sie haben dafür gesorgt, dass wir in Bayern diesen Großeinsatz mit Demonstrationen, Halloween-Feiern und Bundesligaspitzenspiel gut überstanden haben.“ 

Herrmann verurteilte die massiven Ausschreitungen in Frankfurt scharf: „Offensichtlich haben gewaltbereite linksextremistische Gruppen und jugendliche Chaoten sich die Proteste in Frankreich als Vorbild für Krawalle und Plünderungen genommen. Das ist völlig inakzeptabel und darf in unseren Städten keinen Platz haben", so der bayerische Innenminister. Es müsse dringend politisch aufgearbeitet werden, wer dieser toxischen Mischung aus Linksextremisten und vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund den Boden für diese Gewaltexzesse bereite. „Die Ursache für diesen Hass, für diese aggressive Wut auf die Polizei und alles, was den Staat repräsentiert, darf uns nicht kalt lassen.“ Für die in drei Wochen angekündigten erneuten Demonstrationen kündigte Herrmann an, dass die Polizei auch hier wieder konsequent alles daransetzen werde, Gewalt gar nicht erst aufkommen zu lassen.


Mit Bezug zum Geschehen in der Halloween-Nacht konnte Innenminister Joachim Herrmann eine insgesamt vergleichsweise ruhige Bilanz ziehen. Die Bayerische Polizei war bayernweit im Zusammenhang mit Halloween rund 1.300 mal im Einsatz, bei 550 Einsätzen davon war Ruhestörung der Anlass. Zahlreiche Einsätze standen im Zusammenhang mit dem unerlaubten Abbrennen von Böllern und Feuerwerkskörpern. In mehreren Fällen wurden der Polizei spitze Metallgegenstände wie Drähte, Nägel oder Schrauben in den an Kinder verteilten Süßigkeiten gemeldet. Verletzt wurde dabei aber niemand.