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Bundesweite Krisenmanagementübung LÜKEX 26: Bayern probt erfolgreich Vorgehen bei Hitzewelle und Dürre - Innenminister Joachim Herrmann: "Bayerische Behörden gut für Ernstfall gerüstet"

06.11.2026, 14:13 Uhr

Vom 4. bis 6. November fand die gemeinsame Bund-Länder- und ressortübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX 26 statt. Nach Abschluss der Übung zieht Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eine erste positive Bilanz: "In den letzten Tagen konnten wir die gesamtstaatliche Zusammenarbeit in komplexen Krisenlagen intensiv trainieren. Die LÜKEX hat gezeigt, dass unsere bayerischen Behörden insgesamt gut für den Ernstfall gerüstet sind und wenn es darauf ankommt, schnell und adäquat reagieren können." Das fiktive Szenario der LÜKEX war in diesem Jahr eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius nach einer anhaltenden mehrjährigen Dürreperiode. Herrmann lobte insbesondere die gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden innerhalb Bayerns, aber auch länderübergreifend und mit der Bundesebene. "Regelmäßige organisationsübergreifende Übungen wie die LÜKEX sind für den Bevölkerungsschutz unerlässlich. So können wir unterschiedliche Einsatzlagen erproben und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen weiter ausbauen. Gleichzeitig fallen bei solchen Übungen auch mögliche Schwachstellen frühzeitig auf, an denen es noch zu feilen gilt und aus denen wir dann Erkenntnisse für die Zukunft ziehen können", so Herrmann. Die Ergebnisse der LÜKEX werden nun gemeinsam mit dem Bund genau ausgewertet und Möglichkeiten zur weiteren Optimierung evaluiert. 

Insgesamt haben in Bayern in den beteiligten Organisationen rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Planübung teilgenommen. Während der fiktiven Übung, die einen Zeitraum von rund 3 Wochen simulierte, wurden die Teilnehmer vor immer neue Einsatzlagen gestellt: Aufkommende Waldbrände forderten die Feuerwehrleute, Unfälle und Hitzeschäden auf den Straßen führten zu teils erheblichen Verkehrsstörungen und es gab eine Vielzahl von Menschen, die aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ärztliche Behandlung benötigten. Verschärft wurde das Übungsereignis durch einen bayernweiten extremen Wassermangel mit den entsprechenden Auswirkungen. Die Kräfte der Blaulichtorganisationen sowie staatlichen und kommunalen Verwaltungen waren rund um die Uhr im Einsatz und arbeiteten Hand in Hand am Rande ihrer Belastungsgrenze. Gleichzeitig nahm auch aufgrund von Falschinformationen die Verunsicherung in der Bevölkerung zu, sodass seitens der Behörden und Organisationen eine verlässliche und schnelle Kommunikation gefragt war.


An der Übung nahmen in Bayern neben dem Bayerischen Innenministerium mit dem Landesamt für Bevölkerungsschutz auch die Staatsministerien für Wohnen, Bau und Verkehr, für Umwelt und Verbraucherschutz sowie für Gesundheit, Pflege und Prävention und fünf Bezirksregierungen aktiv teil. Darüber hinaus waren auch Vertreter der Polizei, des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, des Technischen Hilfswerks, des Bayerischen Roten Kreuzes und der Johanniter sowie des Landeskommandos Bayern der Bundeswehr eingebunden.


LÜKEX ist die Abkürzung für die Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung. Dabei handelt es sich um eine intervallmäßig in Deutschland stattfindende Krisenübung für den Bevölkerungsschutz, um das gemeinsame Krisenmanagement von Bund und Ländern unter Einbeziehung der Hilfsorganisationen und KRITIS-Unternehmen auf strategischer Ebene zu verbessern. Die LÜKEX wird federführend vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Auftrag des Bundesministeriums des Innern entwickelt.


Weitere Informationen zur LÜKEX finden Sie unter https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/Krisenmanagement/LUEKEX/luekex_node.html