Bayern Innenminister Joachim Herrmann bei der Indienststellung von sechs neuen Rettungseinsatzfahrzeugen: Bayern investiert in moderne und leistungsfähige Notfallversorgung - Erfolgreiches Pilotprojekt wird ausgeweitet

22.01.2026

 Die Notfallversorgung in Bayern wird weiter verbessert: Nach einem mehr als dreijährigen Pilotprojekt mit zwei Rettungseinsatzfahrzeugen (REF) im Rettungsdienstbereich Regensburg wurden heute sechs REF in Dienst gestellt, die in den erweiterten Probebetrieb starten. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betonte in München: "Mit der Übergabe dieser Fahrzeuge setzen wir ein deutliches Zeichen: Bayern steht für eine leistungsfähige und moderne Notfallversorgung. Wir investieren in die Zukunft, in die Sicherheit und in die Gesundheit unserer Bevölkerung." Ein REF ist mit einem erfahrenen Notfallsanitäter besetzt, der oftmals direkt am Einsatzort den Patienten abschließend behandeln kann – so werden einerseits eine schnelle, professionelle Notfallversorgung sichergestellt und andererseits auch dringend benötigte Kapazitäten in Rettungswagen freigehalten. "Besonders bei der Bewältigung von Einsatzlagen in Spitzenzeiten ist das von entscheidender Bedeutung", erklärte Herrmann. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt den erweiterten Probebetrieb mit Mitteln aus der CSU/FW-Landtags-Fraktionsinitiative in Höhe von 900.000 Euro. 

Die Zahl der Notfalleinsätze in Bayern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Allein im Jahr 2024 wurden mehr als 1,25 Millionen Notfallereignisse registriert, die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes lagen sogar bei mehr als 2,7 Millionen. "Vor allem die zunehmenden weniger schwerwiegenden Einsätze belasten das Rettungssystem", erklärte Herrmann. Genau hier konnte im Rahmen des Pilotprojekts in Regensburg gezeigt werden, dass das REF höchst effektiv ist: Es wird insbesondere bei Notrufen eingesetzt, die keinen Transport erfordern, wie etwa bei Unfällen mit nur leichten Blessuren. "Rund zwei Drittel der Einsätze konnten ohne weiteres Rettungsmittel bewältigt werden“, hob Herrmann hervor. Die sechs neuen Fahrzeuge werden vom Bayerischen Roten Kreuz, den Johannitern und den Maltesern an den Standorten Ansbach, Dachau, Regensburg, Rosenheim und Würzburg eingesetzt. Langfristig sollen die REF im gesamten Freistaat regulär eingesetzt werden, hierfür werde sich Bayern nach Herrmanns Worte auch im Bundesgesetzgebungsverfahren zur Notfallreform stark machen.
 
Der Innenminister dankte den Sozialversicherungsträgern, die wie auch bereits beim Pilotprojekt die laufenden Betriebskosten für den Einsatz der REF im erweiterten Probebetrieb übernehmen. Darüber hinaus sprach Herrmann auch den Hilfsorganisationen sowie allen Einsatzkräften für ihr Engagement und ihre Professionalität seinen herzlichen Dank aus: "Täglich sorgen Sie alle mit großem Engagement und hoher Professionalität für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Bayern. Mit den neuen Rettungseinsatzfahrzeugen stellen wir die Notfallversorgung in Bayern auch zukünftig auf höchstem Niveau sicher.“