Grund zur Freude gab es heute im Landkreis Fürstenfeldbruck: Die neu errichtete Integrierte Leitstelle (ILS) wurde feierlich eingeweiht. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gratulierte vor Ort und hob hervor: "Mit einer Geschossfläche von rund 4.600 Quadratmetern zählt der Neubau in Gernlinden zu den größten Leitstellengebäuden Bayerns. Verbaut wurde modernste Informations- und Kommunikationstechnik, sodass die ILS auch weiterhin qualitativ hochwertig am bayerischen Leitstellenverbund teilnehmen kann. Damit ist der Zweckverband für Feuerwehr und Rettungsdienst als Betreiber der Leitstelle bestens für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet!" Nach einem Probebetrieb soll die ILS mit ihren rund 80 Beschäftigten spätestens im Juli in den Echtzeitbetrieb starten. Die ILS ist für rund 650.000 Menschen in den vier Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg zuständig.
Herrmann erklärte, dass die ILS in Bayern als Bindeglied zwischen den anrufenden Bürgerinnen und Bürgern sowie den Einsatzkräften der Feuerwehren und der Rettungsdienste unverzichtbar im Rettungswesen sind. Daher sei es entscheidend, sie auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten und entsprechende Fortschritte auch dort umzusetzen. Als ein Beispiel nannte Herrmann die einheitliche standardisierte Notrufannahme, die derzeit auf Bundesebene im Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung gefordert wird. In Bayern sei man hier schon weiter fortgeschritten und führe bereits das Vergabeverfahren durch: "Damit kann überall im Freistaat jeder Notruf mit einheitlichen Qualitätskriterien erfasst und bearbeitet werden. So senken wir das Risiko von Missverständnissen und können die Disponentinnen und Disponenten in ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit bestmöglich unterstützen." Darüber hinaus wird aktuell die Übermittlung von Textnachrichten in den bayerischen ILS realisiert, um die Barrierefreiheit der ILS voranzutreiben und weiterhin einen hochfunktionalen Notruf 112 sicherzustellen.
