„Der Frieden in Europa ist so gefährdet wie lange nicht mehr. Spätestens die aktuellen Entwicklungen in der Welt machen unmissverständlich deutlich: Friede ist kein für die Ewigkeit gesicherter Besitzstand – auch nicht hier bei uns in Deutschland.“ Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der Vollversammlung des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK) in Würzburg einen Tag vor der Eröffnung des Deutschen Katholikentags. Herrmann rief die ZdK-Mitglieder dazu auf, den Frieden immer wieder neu mit Leben zu erfüllen und zu verteidigen.
Darum sei auch das heurige Motto des Katholikentags „Hab Mut, Steh auf“ ganz hervorragend gewählt. „Genau das müssen wir tun: Aufstehen und Zivilcourage zeigen – gegen Rassismus, aber auch gegen Hass und Hetze in unserem Land“, so der bayerische Innenminister. „Und darum müssen wir auch klar benennen, dass sich viele AfD-Politiker gerade auch im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt rassistisch und kirchenfeindlich äußern, was unseren christlichen Grundüberzeugungen diametral gegenübersteht.“ Christsein und AfD-Wählen sei nicht miteinander vereinbar. Das hätten auch unzählige Oberhirten der katholischen Kirche bereits unmissverständlich klargestellt. Die deutsche Demokratie brauche Religion und Ehrfurcht vor Gott, wie sie in der Bayerischen Verfassung als eines der obersten Bildungsziele formuliert ist.
