Bayerns Innenminister Joachim Herrmann beim Immobilienkongress 2026: Bezahlbarer Wohnraum als wesentliche Voraussetzung für den sozialen Frieden - Bau- und Immobilienwirtschaft als Seismograf für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes

23.07.2026

"Bauen wir gemeinsam an einem Bayern, in dem auch morgen noch jede Familie, jeder Arbeiter und jede junge Generation bezahlbar, sicher und glücklich wohnen kann!" Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann heute auf dem Bayerischen Immobilienkongress 2026 in München. Das diesjährige Motto des Kongresses lautet 'Baustrategien für Bayern und urbane Stadtentwicklung 2026'. "Dabei geht es um keine theoretische Debatte, sondern buchstäblich um ein festes Fundament unseres Landes. Denn ausreichender, bezahlbarer Wohnraum ist eine wesentliche Voraussetzung für den sozialen Frieden im Freistaat Bayern!", so Herrmann. 

Herrmann unterstrich die Bedeutung der Bau- und Immobilienwirtschaft als "Seismograf für die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat". Für einen starken Standort Bayern brauche es eine starke Immobilienwirtschaft und eine erfolgreiche Immobilienwirtschaft brauche einen verlässlichen Partner auf Seiten des Staates. "Dieses Zusammenspiel ist keine Einbahnstraße, sondern eine gelebte Symbiose", so der Minister.
 
Um den Wohnungsbau anzukurbeln, setze die Bayerische Staatsregierung auf massive Investitionen und einen möglichst weitgehenden Abbau bürokratischer Hürden. Ziel sei insbesondere die gezielte Entschlackung technischer Anforderungen im geförderten Wohnungsbau, wovon die gesamte Branche profitiere. "Konkret heißt das für Projektträger: mehr Planbarkeit und weniger Überraschungen im Förderverfahren", betonte Herrmann. Gleichzeitig investiere der Freistaat Bayern in einem nie dagewesenen Umfang in die Wohnraumförderung. "Im Doppelhaushalt 2026/2027 sind für die Wohnraumförderung insgesamt 3,6 Milliarden Euro vorgesehen – das ist ein neuer Rekordwert", erklärte der Innenminister.
 
Beim Wohnungsbau gehe der Freistaat Bayern selbst mit "gutem Beispiel" voran und investiere kraftvoll über seine eigenen Wohnungsbaugesellschaften. Das Investitionsvolumen lag allein in diesem Bereich im abgelaufenen Jahr bei rund 750 Millionen Euro. "Für das laufende Jahr 2026 erhöhen wir dieses Volumen voraussichtlich auf etwa 850 Millionen Euro! Das ist ein gigantisches staatliches Investitionsprogramm, das direkt als Auftragsauslastung bei Ihren Betrieben landet", versprach der Minister.
 
Darüber hinaus hat der Freistaat Bayern im Juni erfolgreich die Bundesratsinitiative 'Investitionssicherheit auf dem Wohnungsmarkt erhalten, Vergesellschaftungen Grenzen setzen' eingebracht. Bereits Anfang Juli verständigte sich der Koalitionsausschuss im Bund darauf, die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbestände durch Landesgesetze per Bundesgesetz endgültig zu unterbinden. "Bayerns Engagement gegen extrem linke und sozialistische Bestrebungen zur Verstaatlichung hat sich damit ausgezahlt. Das ist ein wichtiges, unmissverständliches Signal für dauerhafte Investitionssicherheit auf dem deutschen Wohnungsmarkt", lobte der Innenminister.