"Im Jahr 2025 haben wir insgesamt 3.649 Rückführungen durchgeführt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von über 21 Prozent." Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann heute mitgeteilt. Auch bei den freiwilligen Ausreisen sei der Trend unverändert positiv: 15.764 freiwillige Rückkehrer bedeuten ein Plus von fast sieben Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 (14.757). Damit setze sich die Tendenz der letzten Monate weiter fort: " Es verlassen mehr ausreisepflichtige Ausländer Bayern, als Asylbewerber neu ankommen. Den insgesamt rund 19.400 Aufenthaltsbeendigungen im Freistaat stehen rund 13.850 Neuzugänge von Asylbewerbern gegenüber.“, so Innenminister Herrmann
Im Jahr 2024 lag der Asylzugang in Bayern noch bei rund 31.900 Personen. Das entspricht laut Herrmann einem Rückgang von 57 Prozent. "Der von Bayern lange geforderte Kurswechsel in der Migrationspolitik wurde nun – auch dank der Maßnahmen der Bundesregierung – erfolgreich vollzogen“, bilanzierte Herrmann. Priorität bei den Abschiebungen müssen Straftäter und Gefährder haben. Diesen Weg gehe man laut Herrmann konsequent weiter und habe zum Beispiel die Wiederaufnahme regelmäßiger Rückführungen nach Afghanistan genutzt, um seit Mitte Dezember 2025 bereits vier Straftäter aus Bayern nach Afghanistan abzuschieben. Auch im Zusammenhang mit dem vereitelten Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing konnten mittlerweile drei tatverdächtige Ausländer rückgeführt werden.
“Bei der Migration müssen wir eine klare Linie verfolgen: Nach der bestandskräftigen Ablehnung eines Asylantrags müssen Asylbewerber Deutschland grundsätzlich wieder verlassen. Dies gilt in besonderem Maße für diejenigen, die sich nicht integrieren oder gar straffällig werden, so Innenminister Herrmann.
