Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann beim gemeinsamen Fastenbrechen der Islamischen Gemeinde Penzberg: Vorurteile abbauen und Zusammenhalt stärken

22.02.2026

Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann hat heute am gemeinsamen Fastenbrechen der Islamischen Gemeinde Penzberg teilgenommen und dabei hervorgehoben: "Zusammen Bräuche zu teilen, aufeinander zuzugehen und Gemeinschaft bewusst zu leben, das sind die stärksten Brücken, die wir bauen können. So überwinden wir Vorurteile, lernen einander wirklich kennen, schließen Freundschaften und stärken das Miteinander und den Zusammenhalt in unserem Land." Zum ersten Mal seit fast einem Jahrhundert haben in diesem Jahr die christliche Fastenzeit und der islamische Ramadan zeitgleich begonnen – gemeinsam das Fastenbrechen zu begehen sei ein starkes Signal für ein gelingendes gesellschaftliches Zusammenleben über die Grenzen der Religionen hinweg. "Nur im Dialog miteinander können wir Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Menschen fördern. Denn es ist oft das fehlende Wissen über andere, das empfänglich macht für Intoleranz, Vorbehalte und Hetze." Der interreligiöse Dialog schaffe dabei mehr Verständnis füreinander und trage zum friedlichen Zusammenleben in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft bei. "Es ist immer besser, miteinander zu sprechen, statt nur übereinander. Ich bin überzeugt: unsere Demokratie braucht dringend auch ein gelingendes Miteinander in religiösen Fragen", erklärte Herrmann. 

Nach den Worten des Ministers stehen gerade die großen Weltreligionen für Frieden, Nächstenliebe und Achtung vor der Würde jedes und jeder Einzelnen. Diese Werte seien in ihrem Wesen das diametrale Gegenteil von Chauvinismus, Fanatismus, Ausgrenzung und Gewalt. "Wir müssen mit vereinten Kräften für eine Gesellschaft arbeiten, in der die unterschiedlichen Religionen dazu in Geschwisterlichkeit und gegenseitigem Respekt ihren Beitrag leisten." Den Religionen komme hierfür in unserer pluralistisch freiheitlichen Demokratie eine Schlüsselrolle zu. Verstärkt werde dies durch die vielen Menschen mit Migrationserfahrung, die ihre religiösen Überzeugungen mitbringen. "Unser gemeinsames Ziel ist es, ein gutes und sicheres Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Kulturen in Bayern zu erreichen, das von Respekt und Toleranz geprägt ist und bei dem die verschiedenen Religionen und Kulturen als Bereicherung für alle und von allen wahrgenommen werden", betonte Herrmann.