Vom 16. bis 20. März 2026 findet die bundesweite gemeinsame Terrorabwehrübung "GETEX 2026" von Polizei und Bundeswehr statt. Ziel ist, die gemeinsame Einsatzbewältigung in besonderen Gefahrenlagen weiter zu verbessern. Unter der Koordination des Landes Schleswig-Holstein nehmen die Länder Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Rheinland-Pfalz sowie Schleswig-Holstein jeweils mit einem eigenen Landesszenario an der Übung teil. Der Übungsanteil in Bayern läuft vom 17. bis 19. März 2026 auf dem Gelände der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung in Dachau. Rund 150 Kräfte der Bayerischen Polizei, 25 Feldjäger des Feldjägerregiments 3 aus München und 25 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr München üben die Zusammenarbeit an einem komplexen Anschlagsszenario zum Thema Sabotage. Zusätzlich sind etwa 120 Übungsdarsteller der Bayerischen Polizei im Einsatz. Innenminister Joachim Herrmann zog heute ein positives Fazit: "Die Zusammenarbeit zwischen Bayerischer Polizei und Bundeswehr wird immer enger, besser und professioneller. Diese vertrauensvolle Partnerschaft ist im Ernstfall entscheidend für den Einsatzerfolg."
Die Übung in Bayern besteht aus zwei Teilen: Zuerst wird erprobt, wie die Einsatzkräfte mit der Blockade eines Bundeswehrkonvois durch eine Menschenansammlung umgehen. Im zweiten Teil, einem sogenannten Dynamic Display unter realistischen Bedingungen, wird ein Anschlag auf ein DefenceTech-Startup simuliert. Eine fiktive Tätergruppe versucht dabei, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu destabilisieren.
Innenminister Herrmann verwies auf die verschärfte weltpolitische Lage. "Mehr denn je stehen wir im Jahr 2026 vor neuen, komplexen sicherheitspolitischen Herausforderungen." Man blicke nicht mehr nur auf den andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, sondern verfolge auch mit Sorge die aktuellen Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten. "Deshalb müssen wir uns schnell und flexibel an neue Gefahren anpassen – international, national und regional", betonte Herrmann. Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit ist inzwischen ein fester Bestandteil der Sicherheitsarchitektur und hat in Bayern eine lange Tradition. "Gemeinsame Übungen der Bayerischen Polizei, der Bundeswehr und der Feuerwehr stärken dieses Vertrauen und verbessern die Abläufe im Ernstfall. Wir müssen heute vernetzter denken als früher."
Die Vorbereitungen für Bayerns Teilnahme an der "GETEX 2026" übernahmen federführend das Polizeipräsidium München und das Landeskommando Bayern der Bundeswehr. Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel sagte: "Ich möchte mich ganz ausdrücklich bei den übenden Einsatzkräften von Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr bedanken und natürlich auch bei all den Mitarbeitern, die hier mit der vielschichtigen und aufwändigen Vorbereitungsarbeit seit Mitte letzten Jahres intensiv beschäftigt waren. Das Ziel, die Zusammenarbeit der beteiligten Verbände in komplexen Einsatzlagen immer weiter zu verbessern, ist in jedem Fall erreicht worden. Es wurden dadurch außerordentlich wichtige Erkenntnisse für alle Beteiligten gewonnen."
Mit der "GETEX 2026" wird die erfolgreiche TEX-Übungsreihe der Bayerischen Polizei und des Landeskommandos Bayern der Bundeswehr fortgesetzt. Nach den Großübungen "GETEX 2017" und "BAYTEX 2018", den regionalen Übungen "NTEX 2020" und "GEOTEX 2021", dem Führungskräfte-Workshop "LEADER-TEX 2022", der "AlpenTEX 2023" und der "MainTEX 2024" fand im letzten Jahr die "RoadTEX 2025" in Sulzbach-Rosenberg statt. Herrmann betonte: "Die gemeinsamen 'TEX-Übungen' mit der Bayerischen Polizei und dem Landeskommando Bayern der Bundeswehr haben sich über die Jahre bewährt. Diesen Weg werden wir entschlossen fortsetzen, um unsere Einsatzkräfte kontinuierlich auf aktuelle Szenarien bestmöglich vorzubereiten."
