Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute in Bayreuth den ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau und die Generalsanierung des Verwaltungsgerichts Bayreuth gesetzt und die Bedeutung des Vorhabens für die Bürgerinnen und Bürger in Oberfranken hervorgehoben: “Der Freistaat Bayern gibt mit seiner Investition ein deutliches Zeichen für die Sicherung eines leistungsfähigen und bürgernahen Rechtsschutzes in ganz Oberfranken.“ Die anstehende Baumaßnahme solle außerdem zum Erhalt und zur zeitgemäßen Nutzung der wunderschönen historischen Bausubstanz im denkmalgeschützten Ensemble der Friedrichstraße in Bayreuth beitragen. “Die genehmigten Gesamtkosten von 24,1 Millionen Euro sind gut angelegtes Geld. Denn damit ist das Verwaltungsgericht Bayreuth auch für künftige Herausforderungen bestens gerüstet!“, so der Minister
Das Verwaltungsgericht Bayreuth, das am 1. Dezember 1949 als jüngstes der sechs bayerischen Verwaltungsgerichte seinen Betrieb aufnahm, verfügt heute über acht Kammern mit 33 Richterinnen und Richtern und weiteren 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Schwerpunkte der Entscheidungen haben sich zwar in den letzten 75 Jahren immer wieder geändert. “Das Verwaltungsgericht Bayreuth hat diese Herausforderungen, zuletzt etwa den sprunghaften Anstieg bei den Verfahren im Asylbereich oder im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, stets mit Bravour gemeistert!“, hob Innenminister Herrmann hervor.
Dem Gericht sei es immer gelungen, seine Verfahrenslaufzeiten unter Beibehaltung hoher rechtsstaatlicher Standards ausgesprochen kurz zu halten. Herrmann: “Dadurch hat sich das Verwaltungsgericht Bayreuth nicht nur bei den rechtsschutzsuchenden Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch bei den betroffenen Behörden einen besonderen Ruf erarbeitet!“
In vier Bauabschnitten entsteht zunächst ein neues dreigeschossiges Nebengebäude mit zusätzlichen Arbeits- und Funktionsräumen. Anschließend werden das Hauptgebäude und das bestehende Nebengebäude grundlegend saniert und der als Übergangslösung errichtete Containerbau („Pavillongebäude“) zurückgebaut und die Außenanlagen einschließlich der zentralen Grünfläche wiederhergestellt. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist aktuell für das Jahr 2032 geplant.
Herrmann bedankte sich abschließend beim Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags für die Bereitstellung der Mittel sowie beim Staatlichen Bauamt für die ausgezeichnete Betreuung und bei der Regierung von Oberfranken für die konstruktive Begleitung des Bauvorhabens.
