“Die Stadt Nürnberg ist für einen flächendeckenden Stromausfall gut gerüstet. Das hat die heutige Übung, bei der die Stadt ihr Stromausfallkonzept einem Praxistest unterzogen hat, eindrucksvoll unter Beweis gestellt!“. Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der Abschlussveranstaltung der vor über einem Jahr angekündigten und seither von der Stadt Nürnberg intensiv vorbereiteten Katastrophenschutzvollübung 'Black Noris 2026'. Die Übung sei laut Herrmann deshalb besonders wichtig, weil bei einem großflächigen Stromausfall viele verschiedene Stellen 'Hand in Hand' zusammenarbeiten müssen. “Insgesamt rund 950 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedenster Behörden und Organisationen, darunter zahlreiche Dienststellen der Stadt Nürnberg, Polizei, Feuerwehr, Hilfs- und Rettungsorganisationen, haben heute erfolgreich den Ernstfall geprobt“, bilanzierte der Minister
Die Stromversorgung in Bayern sei laut Herrmann gerade im internationalen Vergleich zwar sehr zuverlässig. Die Energiemangellage infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und zuletzt der Anschlag auf das Stromnetz in Berlin Anfang 2026 hätten aber nochmals unterstrichen, dass wir uns auf Stromausfälle vorbereiten müssen. “Der Freistaat Bayern investiert deshalb seit Jahren kräftig in die Beschaffung von Notstromkapazitäten. Aus dem Sonderinvestitionsprogramm Katastrophenschutz Bayern 2030 haben wir seit 2022 insgesamt 29 Millionen Euro für die Beschaffung von Notstromgerätesätzen für die Feuerwehr und Netzersatzanlagen für das Technische Hilfswerk eingesetzt", betonte Herrmann. Vor wenigen Wochen konnten in Mittelfranken bereits die Feuerwehren der Städte Ansbach, Erlangen und Nürnberg mit zusätzlichen Notstromgerätesätzen ausgestattet werden. Ziel sei es, dass jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt in Bayern über eine staatliche Ausstattung mit Notstromgerätesätzen verfügt, um bei einem längeren Stromausfall die Belastung für die Bevölkerung und die Kritische Infrastruktur bestmöglich abzumildern.
Innenminister Herrmann hob zugleich hervor, dass auch die Bevölkerung selbst ihren Teil zur Krisenvorsorge beitragen müsse und appellierte an die Bürgerinnen und Bürger: “Sorgen Sie in Ihrem eigenen Haushalt vor. Halten Sie stets Vorräte an Lebensmitteln und Trinkwasser bereit, die Sie und Ihre Familie für einige Tage versorgen können. Ebenso empfehle ich, für Ihre wichtigsten elektronischen Geräte mindestens eine, besser mehrere aufgeladene Powerbanks bereitzuhalten. Denn nur gemeinsam können wir uns vor den Gefahren eines 'Blackouts' bestmöglich schützen!“.
