Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zieht Bilanz zur länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion "Zweiräder im Blick": Über 6.800 Verstöße bei rund 13.400 Kontrollen

30.04.2026

Am 28. April führte die Bayerische Polizei im Rahmen der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion "sicher.mobil.leben 2026 – Zweiräder im Blick" gezielte Schwerpunktkontrollen durch. Die Einsatzkräfte registrierten insgesamt 6.812 Verstöße bei rund 13.400 Kontrollen, darunter 604 Rotlichtmissachtungen, 616 Verstöße wegen Ablenkung (etwa durch die Nutzung eines Handys im Straßenverkehr) und 344 Verstöße gegen die Verkehrstüchtigkeit (etwa durch Alkohol- oder Drogen im Straßenverkehr). Fast 1.700 Beamtinnen und Beamte waren im Einsatz. Innenminister Joachim Herrmann: "Ob Motorräder, Fahrräder oder E-Scooter – Zweiräder sind eine immer beliebtere Alternative zum Pkw. Umso wichtiger ist es, dass wir alle achtsam fahren, Rücksicht nehmen und Verantwortung füreinander übernehmen. Die Bayerische Polizei wird auch weiterhin konsequent kontrollieren und Verkehrsverstöße ahnden." 

Die Verkehrsunfallstatistik unterstreicht die Dringlichkeit der Maßnahmen: Im Jahr 2025 registrierte die Bayerische Polizei insgesamt 8.035 Motorradunfälle (2024: 8.102). Dabei wurden 6.981 Verletzte verzeichnet (2024: 7.014). Wie im Jahr 2024 wurden 104 Motorradfahrer getötet. Die Zahl der getöteten Radfahrer ist nach mehreren Jahren des Anstiegs im letzten Jahr um zwölf Personen auf 82 (2024: 94) gesunken. Knapp die Hälfte davon (39) war mit dem Pedelec unterwegs (2024: 42), also mit einem elektrischen Fahrrad mit einer Motorunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde. Insgesamt hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern im Jahr 2025 mit rund 19.800 Fahrradunfällen leicht zugenommen (2024: 19.264). 18.451 Radfahrer wurden verletzt (2024: 17.857). Daneben ereigneten sich 2.534 Verkehrsunfälle mit E-Scootern (2024: 1.905). Dabei wurden 2.053 E-Scooter-Fahrer verletzt und wie im Vorjahr zwei E-Scooter-Fahrer getötet. Herrmann: "Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Mit unserer Verkehrssicherheitsaktion möchten wir gezielt auf die Gefahren für Zweiräder im Straßenverkehr hinweisen. Die steigende Zahl von Fahrrädern auf unseren Straßen ist ein Fortschritt für die Mobilität. Es liegt an uns allen, diese Entwicklung verantwortungsvoll zu gestalten."
 
Mehr Sicherheit für Radfahrer erwartet sich der Minister vor allem durch den Ausbau der Radinfrastruktur. Auf der Grundlage des Bayerischen Radgesetzes sollen gemeinsam mit den Kommunen rund 1.500 Kilometer neue Radwege bis 2030 in Bayern entstehen. Begleitet wurde die Aktion zudem von zahlreichen Präventionsveranstaltungen, die umfassende Einblicke in verschiedene Präventionsthemen zur Verkehrssicherheit boten.
 
Weitere Informationen zur Verkehrsunfallentwicklung in Bayern, zu den Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit und zum neuen Verkehrssicherheitsgewinnspiel "Sicherheit kommt gut an" sind unter www.sichermobil.bayern.de abrufbar.