Bayerns Innenminister Joachim Herrmann startet Social Media Kampagne "Sicherheit am und im Wasser": Über Gefahren Bescheid wissen und ernst nehmen - Besonderes Risiko an Seen und Flüssen - Freistaat investiert kräftig in die Wasserrettung

03.06.2026

"Im Jahr 2025 kamen in Bayern insgesamt 84 Menschen durch Ertrinken ums Leben. Im Jahr davor waren es 70. Das ist ein spürbarer Anstieg und zeigt deutlich: Wir müssen dieses Thema ernst nehmen und dafür sensibilisieren." Mit diesen Worten gab Bayerns Innenminister Joachim Herrmann heute den Startschuss für die gemeinsame Social-Media-Kampagne 'Sicherheit am und im Wasser' der Bayerischen Wasserwacht, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und des Innenministeriums, mit der möglichst viele Menschen über die Risiken im Wasser informiert werden sollen. 

Die meisten Todesfälle habe es an Seen und Flüssen gegeben. Herrmann: „Gerade freie Gewässer bergen besondere Risiken. Ein See ist kein kontrolliertes Schwimmbecken und ein Fluss kein Freibad. Dort gibt es keine gleichmäßige Tiefe, keine klare Sicht, keine Beckenränder und nicht immer eine Aufsicht.“ Betroffen seien alle Altersgruppen von Kindern bis hin zu Senioren.
 
Die gemeinsame Social-Media-Kampagne mit der Bayerischen Wasser-wacht und der DLRG Bayern zeige praxisnah und verständlich, worauf es am und im Wasser ankommt. „Das ist moderne Präventionsarbeit. Kurz, verständlich, anschaulich und lebensnah“. Die Botschaft sei klar: "Genießen Sie unsere bayerischen Gewässer. Aber nehmen Sie die Gefahren ernst! Und: Wer helfen will, muss an den Eigenschutz denken. Niemandem ist geholfen, wenn aus einem Notfall zwei werden", so Herrmann. Deshalb gelte: Hilfe holen, Notruf absetzen, Rettungsmittel nutzen, andere aufmerksam machen und nur dann selbst ins Wasser gehen, wenn man sich nicht selbst in Lebensgefahr bringt.
 
Die DLRG und die Wasserwacht Bayern seien aus dem bayerischen Hilfeleistungssystem, in dem sich viele Helferinnen und Helfer vor allem ehrenamtlich engagieren, nicht mehr wegzudenken. Herrmann: "Das Bayerische Innenministerium investiert kräftig, um den hohen Standard bei der Ausbildung und der Ausrüstung des sicherheitsrelevanten Ehrenamts immer weiter zu verbessern." Für die Ausstattung und Technik der DLRG und der Wasserwacht in Bayern, dazu zählen etwa Einsatzfahrzeuge, Rettungsboote und Digitalfunkgeräte, habe der Freistaat in den letzten beiden Jahren gut 13,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, für 2026 sind weitere knapp 6 Millionen Euro eingeplant.
 
Spannende Einblicke in die Kampagne – darunter kurze Videoclips, Grafiken sowie praktische Sicherheitstipps – gibt es auf den Social-Media-Kanälen des Bayerischen Innenministeriums. Weiterführende Informationen, Hintergrundmaterial sowie den Kampagnen-Flyer zum Download erhalten Sie zudem auf unserer Kampagnenseite unter www.sicher-am-wasser.bayern.de.