Unter den 32 Abgeschobenen, die heute im Rahmen einer Sammelabschiebung nach Afghanistan ausgeflogen wurden, befanden sich 14 schwere Straftäter aus Bayern im Alter von 21 bis 47 Jahren. Sie konnten größtenteils direkt aus der Haft heraus abgeschoben werden. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitgeteilt. Es war die mittlerweile vierte bundesweite Sammelabschiebung nach Afghanistan in den letzten zwölf Monaten. Herrmann dankte allen beteiligten Bundes- und Landesbehörden für die gute und reibungslose Zusammenarbeit: "Ich begrüße es sehr, dass wir heute insgesamt 14 schwere Straftäter aus Bayern erfolgreich nach Afghanistan abschieben konnten. Die Verstetigung unserer Maßnahmen ist wichtig und zeigt, dass der Bundesinnenminister die Festlegung im Koalitionsvertrag entschlossen umsetzt.“
Wie Herrmann weiter erläuterte, zählten zu den begangenen Straftaten Sexualdelikte, Totschlagsdelikte, schwere Körperverletzungsdelikte sowie Schleuserkriminalität. Seit der Machtübernahme der Taliban konnten bereits 43 afghanische Straftäter aus Bayern nach Afghanistan abgeschoben werden; davon allein 25 Personen in den letzten sechs Monaten. Die Rückführung von Straftätern sei ein „zentraler Baustein der Asylwende“ und müsse weiter konsequent fortgesetzt werden. “Wer in unserem Land Schutz sucht, gleichzeitig aber schwere Straftaten begeht, verwirkt sein Bleiberecht. Es ist unsere Pflicht, die Sicherheit in Bayern konsequent zu gewährleisten – und dazu gehören auch Rückführungen von Straftätern in ihre Herkunftsländer“, hob Innenminister Herrmann abschließend hervor.
