Innenminister Joachim Herrmann: Freistaat Bayern will bis Ende 2027 rund 42.000 Unterbringungsplätze abbauen - Asylwende kommt in den Kommunen an - Asylzugang im Vergleich zu 2025 um knapp 40 Prozent niedriger

16.07.2026

“Der Freistaat Bayern setzt seinen konsequenten Kurs zur Reduzierung von Asylunterkünften fort: Bis Ende 2027 sollen gegenüber Sommer 2025 rund 42.000 Unterbringungsplätze abgebaut werden – das entspricht etwa einem Viertel aller Plätze im Freistaat“, betont Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Für das Jahr 2026, in dem bis Jahresende mindestens 20.000 Plätze abgebaut werden sollen, ist man laut dem Minister auf einem guten Weg und konnte in den ersten sechs Monaten bereits rund 15.300 Plätze abbauen oder kündigen. Bis Ende 2027 sollen dann weitere rund 22.000 Unterbringungsplätze wegfallen. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Abbau kostenintensiver Unterkünfte wie beispielsweise Hotels oder noch bestehender Notunterkünfte, um die Ausgaben deutlich zu senken. “Unser Ziel ist klar: weniger Plätze, geringere Kosten für den Staatshaushalt und eine nachhaltige Entlastung der Kommunen“, erklärte Herrmann. 

Zugleich hebt der Innenminister die deutliche Entspannung bei den Asylzugangszahlen hervor: “Der Asylzugang hat sich im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals deutlich verringert und liegt bei minus 39 Prozent. Diese Entwicklung bestätigt unseren Kurs und ist ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Asylwende.“ Auch in 2026 liegt die Zahl der Aufenthaltsbeendigungen mit 7.206 deutlich über der Zahl der Asylzugänge mit 4.179 (Stand: 31. Mai 2026). Die rückläufigen Zahlen ermöglichen es laut Herrmann, Unterkünfte nun verstärkt abzubauen und die Kommunen weiter zu entlasten.