Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zur Verkehrsunfallstatistik für das erste Halbjahr 2026: Niedrigste Zahl an Verkehrstoten zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der Unfallaufzeichnungen vor 70 Jahren - Weniger Verletzte, aber mehr Unfälle
Die Zahl der Verkehrstoten in Bayern ist im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken: 205 Menschen kamen im Straßenverkehr ums Leben – ein Rückgang um 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2025. "Das ist die niedrigste Zahl an Verkehrstoten in Bayern zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der Unfallaufzeichnungen vor 70 Jahren", betonte Innenminister Joachim Herrmann. Von Januar bis Juni 2026 ereigneten sich 192.366 Verkehrsunfälle – 3,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025 (186.071). Dabei wurden 29.304 Personen verletzt (2025: 29.639). Die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle nahm weiter zu: um 31,9 Prozent auf 7.920 Fälle (2025: 6.003). Dabei kamen 71 Menschen ums Leben (2025: 66). Die Zahl der Verletzten bei Geschwindigkeitsunfällen erhöhte sich auf 3.986 (2025: 3.842). Herrmann: "Die rückläufigen Unfallopfer sind erfreulich und bestätigen unsere Anstrengungen in der Verkehrssicherheitsarbeit. Dennoch zeigt der Anstieg schwerer Geschwindigkeitsunfälle, dass wir uns mit dem Erreichten nicht zufrieden geben dürfen. Leider werden die Verkehrsregeln allzu oft nicht beachtet. Zu schnelles Fahren ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann schlimme Folgen haben."
